Heidelberger Interaktionstraining für pädagogisches Fachpersonal (HIT)

Zum Abschluss erst mal einen Glühwein auf dem Münsteraner Weihnachtsmarkt trinken. Ja, dass hatten sich die Teilnehmerinnen des Heidelberger Interaktionstrainings jetzt erstmal verdient.

Sie alle haben sich für ihre Tätigkeit als Fachkraft für sprachliche Bildung im Bundesprogramm „Sprach-Kita“ fit gemacht. Von August bis Dezember gab es sechs Treffen, innerhalb derer sich die Fachkräfte für ihren Job weitergebildet haben.

Was ist das HIT ?

„Das „Heidelberger Interaktionstraining für pädagogische Fachkräfte zur alltagsintegrierten Sprachförderung ein- und mehrsprachiger Kinder ist eine Adaption des „Heidelberger Elterntrainings zur frühen Sprachförderung“ (Buschmann 2011) und dient seit 2009 zur Professionalisierung des pädagogischen Fachpersonals in der Kita.

Es zielt darauf ab, Fachkräfte zu einem sprachförderlichen Interaktionsverhalten un natürlichen Kommunikationssituationen zu befähigen.

Inhalte

Fachkräfte erwerben zunächst ein Grundlagenwissen zu folgenden Themen: Ablauf der frühen Sprachentwicklung, Verzögerungen und Störungen im Spracherwerb, Methoden der Früherkennung von Sprachauffälligkeiten. Darauf aufbauend erfahren sie, wie sie bestimmte Situationen – z.B. die gemeinsame Bilderbuchbertrachtung oder das gemeinsame Spiel – gezielt sprachförderlicher gestalten können und welche Verhaltensweisen sich eher hemmend auf die kindliche Sprechfreude auswirken…

Effektivität

Die Wirksamkeit des HIT im Hinblick auf eine Veränderung des Interaktionsverhaltens der pädagogischen Fachkräfte gegenüber sprachauffälligen Kindern konnte in verschiedenen Studien nachgewiesen werden (Simon & Sachse 2011; Jungmann et al. 2013). Zudem fanden sich Belege für signifikante Auswirkungen auf die rezeptiven und expressiven sprachlichen Fähigkeiten ein- und mehrsprachig aufwachsender sprachauffälliger Klein- und Vorschulkinder (Buschmann & Jooss 2011; Jungmann et al. 2013; Simon & Sachse 2013). “

(Quelle: Flyer HIT, zu beziehen unter www.zel-heidelberg.de)

Faz​it

Ich qualifiziere seit 2010  zahlreiche Fachkräfte in Kitas mit dem HIT. Meine Erfahrung ist, dass sich die Fachkräfte mit Begeisterung ihre eigene  Fachkraft-Kind-Interaktion anschauen. Dies wird mittels Videosequenzen supervidiert. Alle haben ihre eigene Interaktionsqualität reflektiert. Egal ob junge Kollegin , oder gestandene Fachkraft. Jede Teilnehmerin konnte diesbezüglich ihre Ressourcen entdecken und auch weiteres Entwicklungspotenzial ausmachen.

Voraussetzung ist die Bereitschaft, das eigene Interaktionsverhalten per Videosequenz aufzuzeichnen und anschließend in der Gruppe zu reflektieren.

Die spannende Frage

Wie kann dies im Team umgesetzt werden?  Dieser Frage wurde bei jedem Treffen mit möglichen Lösungsansätzen begegnet. Damit das HIT nachhaltig mit den Teams umgesetzt werden kann, treffen wir uns im nächsten Jahr zum Coaching.  Es war einfach wieder klasse. So ein toller, motivierter Kurs macht mir Freude! Da weiß ich , warum ich meinen Job so liebe 🙂 Im nächsten Jahr wird es neue Kursangebote geben!

Wer mehr zum HIT erfahren möchte, kann hier den Flyer herunterladen.  Hast du  Interesse an diesem Kurs? Dann schreib mir an info@tanjakoester.de

Kennst du das HIT? Wie sind deine Erfahrungen mit der Umsetzung im Team? Schreib mir gerne in den Kommentar!

Themenwoche

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02.09.-06.09.19

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