Geht es dir auch so? Als Fachkraft, oder Kita-Leitung liest du gerne Fachtexte. Um es gleich vorweg zu nehmen. Du gehörst nicht zu denen, die es hassen, in Fachzeitschriften, wie Kindergarten heute , Kita aktuell, Betrifft Kinder, usw zu blättern. Nein, du brauchst dieses Futter. Und mehr noch: Du willst dein Fachwissen stets weiterentwickeln und einfach dranbleiben.

Ich liebe den Austausch unter Gleichgesinnten. Im Januar habe ich in meinen Facebookgruppen gefragt, wer Lust hat, für meinen Blog einen kleinen Fachbeitrag zu schreiben. Ich möchte den Gedanken der Kita-Community weiter vorantreiben und möglichst viele Begegnungsmöglichkeiten und Unterstützung schaffen.

Hier präsentiere ich euch jetzt die Community-Blogparade. Also eine Aneinander-Reihung von mehreren Blogbeiträgen unserer Community. Ich danke allen Teilnehmerinnen für das Dabeisein.

Auf folgende Themen kannst du dich freuen:

  1. Wahrnehmungsstörungen bei Kindern
  2. Selbstreflexion
  3. Stress
  4. Öffentlichkeitsarbeit
  5. Beobachtungsbögen

Conny leitet ein Kinderhaus und hat sich auf Kinder mit Wahrnehmungsstörungen spezialisiert. 

Wahrnehmungsstörungen bei Kindern – unser täglich Brot

Wer sich beruflich um Kinder und Jugendliche kümmert, wird Ihnen begegnen – sie sind laut oder leise, sie sind Draufgänger, Clowns oder Träumerle, sie gehen über Tische und Bänke oder sitzen still in einer Ecke, sie können/wollen sich nicht an Regeln halten und „sprengen“ unsere Gruppen.

Wahrnehmungsstörungen bei Kindern gab es schon immer, doch die Zahl dieser Kinder steigt besorgniserregend an. Kinderärzte warnen, Frühförderstellen platzen aus allen Nähten und wir, die sich täglich beruflich um Kinder kümmern, müssen in der Lage sein, Wahrnehmungsstörungen zu erkennen – zum Wohl der Kinder.

Wir kennen sie alle in unserem Alltag – die Kinder, die einfach „anders“ sind als andere, die durch das „normale“ Raster fallen, die „auffällig“ sind und unsere Nerven strapazieren.

Oft sind wir mit „Diagnosen“ recht schnell, vor allem mit ADHS/ADS – auch in Kindergärten. Ich möchte hier besonders für dieses Thema im Zusammenhang mit Wahrnehmungsstörungen sensibilisieren – „oftmals sieht es anders aus, als es ist“.

Natürlich kommen auch in Kindergärten ADHS´ler und ADS´ler vor und diese Kinder benötigen dringend Verständnis und eine, für sie individuelle, auf ADHS angepasste Begleitung und Erziehung. Doch gilt es zu bedenken, dass zur Zeit viele ADHS und ADS – Diagnosen „aufgehoben“ und in Frage gestellt werden, da diese typischen „Verhaltensweisen“ ebenfalls von Wahrnehmungsstörungen herrühren können.

ADHS und ADS geht immer mit einer Wahrnehmungsstörung einher, ABER es muss nicht immer ADHS/ADS sein.

Ich betreue seit 20 Jahren Kinder und Erwachsene mit ADHS/ADS und Wahrnehmungsstörungen aller Art und ich rate immer zur Vorsicht, wenn eine ADHS zu früh gestellt wird und schicke meine Eltern immer zu entsprechenden Ärzten, wenn mir Dinge auffallen wie:

Gestörte Aufmerksamkeit

Hyperaktivität

Nicht an Regeln halten

Kontakt mit anderen ist schwierig

Das Gefühl haben, das Kind hört nicht zu

Ungeschicklichkeit

Über die eigenen Füße fallen

Malen, basteln geht nicht gut

Starke Reizsuche

Altersuntypische Trotzanfälle, Ängste, Aggressionen

Bewegungen können schlecht gespiegelt werden

In der Vorschule Probleme mit Zahlen und/oder Buchstaben

Im Zusammenhang mit vielen Kindern oder/und Geräuschen wir Verhalten schlimmer

Stifthaltung nicht alterstypisch

Gesagtes wird nicht verstanden – ständiges nachfragen

Das Gefühl haben, dass Anweisungen nicht befolgt werden

All diese, und noch viele weitere Anzeichen sprechen für eine ADHS und manche Kindergärten raten Eltern sehr schnell, dies testen zu lassen. Ich kenne diese Kinder sehr gut und weiß, dass sie die Gruppe sprengen und dass man im Alltag häufig keine Zeit und kein Personal hat, um ihnen gerecht zu werden.

Dennoch: Die oben genannten Anzeichen sind ebenfalls Symptome einer auditiven Wahrnehmungsstörung und haben in diesem Fall NICHTS mit ADHS zu tun.

Die auditive Wahrnehmungsstörung kommt häufiger vor als man glaubt und oftmals betrifft es Kinder, die a. viele Mittelohrentzündungen/Paukenergüsse haben oder/und b. die ein Problem mit ihrer vestibulären Wahrnehmung haben – dem Gleichgewicht.

Kinder mit einer vestibulären Wahrnehmungsstörung suchen förmlich nach Reizen – sie sind darauf angewiesen, um sich selber zu fühlen. Sie springen von einer Zimmerecke zur nächsten, räumen Regale aus, ohne sinnvoll zu spielen. Kinder mit einer vestibulären Wahrnehmungsstörung spielen nicht, sie sind einfach nur in Bewegung – sie sind Hyperaktiv. Die Kinder können sich nicht konzentrieren, nicht zuhören, sind ständig abgelenkt.

Kinder mit vestibulären Wahrnehmungsstörungen können aber auch das genau Gegenteil sein. Diese Kinder vermeiden Bewegung und spielen lieber für sich alleine in der Küche, Bauecke & Co. Diese Kinder mögen nicht rutschen, nicht schaukeln, nicht klettern und sie erwecken den Eindruck, „ungeschickt“ zu sein. Diese Kinder sind überängstlich und „klammern“ sich an Erwachsene.

Das vestibuläre System ist der „Schlüssel“ zu allen anderen Wahrnehmungsbereichen. Haben Kinder in diesem Bereich Probleme, haben sie in mindestens einem anderen Wahrnehmungsbereich ebenfalls Schwierigkeiten.

Vestibuläre Wahrnehmungsstörungen treten heute gehäuft auf, was wohl u. a. mit unserer heutigen Gesellschaft zu tun hat. Kinder klettern heute selten einfach so auf Bäume und können in ihrer Freizeit selten „einfach mal so zum Spielen raus gehen“. Den Kindern fehlen wichtige Entwicklungsschritte und Erfahrungen in diesem Bereich, um ihre Wahrnehmungen zu schulen und zu trainieren.

Sie als Kita – Leitung und Kita – Mitarbeiter können mit offenen Augen Ihre Kinder beobachten und sich auf dem Gebiet der „Wahrnehmungsstörungen bei Kindern“ weiterbilden. Es wird Ihnen im Ihrem Alltag helfen, diese Kinder schnell zu identifizieren und sie adäquat und individuell zu betreuen. Diese Kinder benötigen individuelle „Beschäftigungsangebote“, um ihre Wahrnehmungsbereiche optimal zu schulen und zu trainieren – BEVOR es in die Schule geht.

Werden diese Kinder nicht erkannt, ihre Wahrnehmungen nicht „nach – trainiert“ und eine falsche „Diagnose“ gestellt, können sie im Schulalltag nicht bestehen und es entstehen weitere, gravierende Folgen.

  • Legasthenie/Dyskalkulie

  • Aufmerksamkeitsstörung

  • Ängstlichkeit

  • Schulverweigerung

  • Minderwertigkeiteskomplexe

  • Dauerstess

  • Versagen

  • und vieles Weitere

Zu diesem großen und wichtigem Thema veranstalte ich am 27.4.2019 ein Online – Seminar für Erzieher, Lehrer und Eltern. Es dient als Grundlagenseminar, um sich mit der „Größe“ und Wichtigkeit des Themas vertraut zu machen.

Claudia Kühn zeigt in ihrem Beitrag, das es wichtig ist im Team die gegenseitigen Erwartungen zu klären und Selbstreflexion die Grundlage ist. 

Selbstreflexion, was traue ich meinen Mitarbeitern zu, was mute ich ihnen zu.

Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“ – Lucius A. Seneca

Definition: Selbstreflexion

Im Fokus der Selbstreflexion steht die Fähigkeit des Menschen, über eigene Situation nachzudenken, also die Selbstbeobachtung des eigenen Verhaltens, der eigenen Gedanken und Gefühle.

Wie reagieren ich auf etwas? Was steckt hinter meinem Verhalten?

Die Entwicklung der Fähigkeit zur Selbstreflexion ist eine der wesentlichen Voraussetzungen, um innere Unabhängigkeit und einen „gesunden“ Abstand zur Umwelt aufbauen zu können.

Nur wer sich selbst kennt und über seine Stärken, Schwächen, Vorlieben und Eigenarten Bescheid weiß ist in der Lage, das eigene Verhalten (fast) objektiv wahrzunehmen, zu analysieren und proaktiv notwendige Verhaltensänderungen vorzunehmen.

Soviel zur Selbstreflexion.

Nun zur Spezifizierung: Was traue ich meinen Mitarbeitern zu, bzw. was mute ich ihnen zu.

Es heißt ja so schön, „man soll nicht von sich auf andere schließen“ oder „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ Die negative Fassung ist als gereimtes Sprichwort bekannt: „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“

Es wird uns früh gelehrt, dass man die eigenen negativen Eigenschaften nicht auf andere übertragen soll. Wer gerne übertreibt, soll nicht alle anderen deshalb auch für Großmäuler halten.

Leider wird diese Regel nicht nur auf negative Verhaltensweisen angewandt. Stell dir vor, du schließt dein Rad nicht ab oder läßt deinen Rucksack offen liegen, dann wird dich sicher jemand freundlich auf dieses riskante Verhalten aufmerksam machen. Antwortest du ihm: Ich stehle ja auch keine Räder und bediene mich nicht an fremden Rucksäcken, wird man dir ebenfalls erklären, nicht von sich auf andere zu schließen, dafür sei die Welt einfach zu schlecht.

Die Bibel hat ebenfalls eine Meinung dazu: Evangelium nach Lukas, Kapitel 6 Vers 31: „Und wie ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!“

In der Regel ist es doch so, dass wir alle zunächst uns mit unserem Verhalten als Maßstab nehmen. Dann schauen wir, ob unser Gegenüber jünger oder älter ist, also ob schon gelernt oder schon wieder vergessen wurde. Ob kräftiger oder schlaffer, ob groß gewachsen oder klein geblieben, ob beweglich in Körper und Geist oder eher träge in beidem.

Nun setzt die Einschätzung des Gegenübers im Zusammenhang mit den eigenen im Leben gemachten Erfahrungen ein.

Und ab da wird es spannend.

Ich versuche es mal anhand von einigen Beispielen zu erklären, die mir in letzter Zeit begegnet sind.

Zuvor noch kurz die Erklärung, dass ich als Gruppenleitung einer Integrationsgruppe an drei Tagen mit der Leitung als Heilpädagogin und an den beiden anderen Tagen mit einer Heilpädagogin, die von ausserhalb kommt, zusammenarbeite. Zusätzlich habe ich noch eine Sozialassistentin an meiner Seite.

Und ich bin noch recht neu in meiner Einrichtung. Mir wurde einiges gezeigt und erklärt und dann erwartet, dass ich mich einpasse. Ok, damit habe ich kein Problem, denn ICH denke mir, wenn ICH etwas mache, was nicht im Sinne der Einrichtung ist, wird mir das wohl mitgeteilt. Tja, meine Einstellung. Ich schaue also in die Schränke, versuche mich zu orientieren, wo etwas zu finden ist, damit ich mich und meine Angebote vorbereiten kann. Tags darauf will ich auf Dinge zugreifen, doch sie sind weg. Kommentar der Leitung: da musste mal aufgeräumt werden. Deine Vorgängerin hat das auch nicht gemacht. Hoppla … auch nicht ???

Anknüpfend an mein Hoppla … , kommentierte ich das Geschehene mit der Bemerkung, ich solle doch Gruppenleitung sein, dann sollte ich auch eine Chance bekommen mich so benehmen zu dürfen und bei Uneinigkeit wäre für alle ein Gespräch oder zumindest ein Hinweis auf den Missstand hilfreich.

Mein kleines Aufmucken wurde mit dezenter Stichelei bei der nächsten Teamsitzung quittiert.

Ich schaue natürlich auf das Verhalten meiner Kolleginnen, welche Regeln in welchen Bereichen herrschen und erfahre, jeder wie es ihm beliebt. Ok, kann ich mit umgehen.

Doch in der Zusammenarbeit mit der Leitungskollegin als Heilpädagogin höre ich dann doch ihre unterschwelligen Vorwürfe über die Interessenlosigkeit der Mitarbeiter an z.B. Ordnung.

Ich erlebe, dass unsere Leitung nicht nur im Haus aufräumt, die Wäsche macht, die Schränke wischt, die Garderoben der Kinder aufräumt, sondern auch die Anzahl der Gläser im Schrank der Gruppenräume abzählt, im Aussenbereich das Laub harkt, die Beete pflegt, den Schuppen der Spielgeräte fegt und dort wohl auch einen für sich festgelegten Abstellplan der Fahrzeuge hat und ich erlebe auch durch viele kleine Bemerkungen der Kollegen, die teils 10 Jahre oder länger in dem Haus arbeiten, dass auf Vieles mit Schulterzucken und leicht spöttelndem Lächeln reagiert wird.

Ich erlebe Resignation, keine Reflexion.

Kurz nach dem Jahreswechsel, als der Betrieb wieder losging, wurde ich in einem Gespräch direkt von meiner Leitungskollegin gefragt, warum keine Vertretungskräfte, die ihre Stunden erfüllen müssen, doch im Sinne der Unterbesetzung nicht wirklich gebraucht würden, nicht in unsere Einrichtung kommen mögen, sondern alle immer in andere Häuser der Gemeinde gingen. Was denn bei „uns“ so schlimm wäre.

Ist das wirklich Ratlosigkeit?

Da wir eine teiloffene Einrichtung sind, habe ich diesen Umstand ins Gespräch gebracht. Nicht jeder ist in der Lage jeden Tag zu bestimmten Zeiten die eigene Gruppe zu betreuen und dazwischen halt auch täglich einen anderer Bereich, auf den man sich vorbereiten muss, zu bedienen. Ja, aber als Springer müsste man doch flexibel sein können …

Natürlich hätte ich auch antworten können, dass es vielleicht nicht verkehrt wäre über all ihre unerfüllten Erwartungen einmal nachzudenken, warum diese für sie wichtigen Dinge für einige Kollegen nicht auch so wichtig sind. Ob diese Erwartungen vielleicht für Vertretungskräfte erst Recht nicht verständlich sind und nur ungute Gefühle verursachen.

Ich hätte sie fragen können, was sie von mir erwartet hat, bzw. wo ich nicht in ihr Bild gepasst habe, da sie ja in meiner Gruppe ohne mich zu beteiligen aufgeräumt hatte. Und ich hätte sie fragen können warum ihr selbst diese Kontrolle in Form von Einhaltung der Ordnung so wichtig sei.

Ich habe es nicht getan.

Ich habe im Laufe meines Lebens für mich erkannt, dass mir die Wahl gegeben wurde mit welcher Wichtigkeit ich Menschen, Dinge, Geschehnisse oder Umstände belege, wenn ich hinterfrage. Oft spürte ich nur im Bauch, dass grade jetzt etwas mit mir passierte und erst viele Fragen und Gedanken später erkannte ich den Grund. Manche Gedanken machten traurig oder auch wütend, manchmal habe ich mich auch über mich geschämt. Das Positive ist, man spricht mit sich selbst.

Ich habe in diesem Zusammenhang einen tollen, erklärenden Aufsatz gefunden.

http://www.businessvillage.de/mag-352_Bewusstes-Handeln-durch-Selbstreflexion.html

Februar 2019 – Claudia Kühn

Den Kita-Alltag entschleunigen, Stefanie gibt Tipps, wie der Umgang mit Stress gut gemeistert werden kann.

Stress in der Kita

Hallo ihr Lieben,

hiermit möchte ich euch einen Artikel zum Thema Stress lass nach bzw. Entspannung im Kita-Alltag beschreiben. Diese Ideen habe ich von einer Weiterbildung.

Zunächst möchte ich sagen, dass wir in jeder Kita-Gruppe Orte zum Wohlfühlen brauchen. Dazu kann man auch selbst überlegen, wo fühle ich mich am wohlsten? Wo können Kinder sich zurückziehen?

Es wäre optimal wenn die Kita entschleunigt wird. Hier kann man überlegen, ob wir z.B. jeden Monat einen Höhepunkt oder eine Veranstaltung brauchen. Wo können wir die Kinder einbeziehen? Welche Ideen und Vorschläge haben sie?

Man kann auch feste Entspannungstage einführen. Z.B. 1x im Monat am Freitag gibt es in einem verdunkelten Raum Massagegeschichten, Fantasiereisen, Duftmemory etc. Dazu können auch die Eltern z.B. kleine Lichter/ Lampen mitbringen. Wir sind am Anfang es umzusetzen und den Kindern tut es richtig gut und macht es unglaublich viel Spaß. Desweiteren läuft öfters beim Freispiel im Hintergrund Entspannungsmusik.

Nun komm ich zu den goldenen Regeln sich selbst Stress zu verschaffen

  • Nimm dir jeden Tag mehr vor, als du im günstigsten Fall schaffen kannst

  • Arbeite möglichst hastig und ohne Pause

  • Schiebe sowohl alle wichtigen als auch alle unangenehmen Dinge vor dir her

  • Erledige, wenn du frisch bist Routineangelegenheiten und wenn du tot müde bist, erledige die anspruchsvollen Sachen

  • Arbeite ohne konkretes Ziel und ohne Plan, lass dich einfach überraschen was eben kommt

  • Mache nach Möglichkeit so viele Dinge auf einmal wie du kannst.

  • Zu Terminen, zum Unterricht, zu Sitzungen komm stets mit hängender Zunge und vollig außer Puste, das verbreitet den Eindruck der Wichtigkeit

  • Tu immer alles so, wie du es schon immer getan hast. Wenn´s mal absolut nicht klappen will: alles und alle anderen sind Schuld, du auf keinen Fall.

  • Gehe jeder Störung, jedem Unwohlsein intensiv nach, denn jedes Mal könnte das letzte Mal sein

Hier eine kleine Checkliste für die brennendsten Persönlichen Zeitfenster. Was sind Ihre?

  • Keine Ziele, Prioritäten oder Tagespläne

  • Versuch zu viel auf einmal zu machen

  • Wartezeiten (z.B. bei Verabredungen)

  • Hast, Ungeduld

  • Persönliche Desorganisation (überhäufter Schreibtisch)

  • Papierkram und Lesen

  • Schlechtes Ablagesystem

  • Zu wenig Delegation

  • Mangelnde Motivation

  • Mangelnde Koordination / Teamwork

  • Telefonische Unterbrechungen

  • Unangemeldete Besucher

  • Unfähigkeit Nein zu sagen

  • Unvollständige oder verspätete Informationen

  • Fehlende Selbstdistziplin

  • Aufgaben nicht zu Ende geführt

  • Ablenkung / Lärm

  • Nicht informiert

  • Besprechungen

  • Keine Kommunikation

  • Zuviel Kommunikation / zu viele Aktennotizen

  • Unentschlossenheit

  • Alle Fakten wissen zu wollen

Hier möchte ich euch kurz Regeln und Prinzipien der Zeitplanung und Prioritätensetzung vorstellen

  • Verplanen Sie nur einen bestimmten Teil Ihrer Arbeitszeit ( ca. 60%) Halten sie eine Pufferzeit für unerwartete Besucher, Telefonate etc. Frei

  • Prüfen Sie, wie und wofür sie ihre Zeit ver(sch)wenden

  • Arbeiten sie regelmäßig und systematisch an ihren Zeitplänen

  • Seien sie flexibel, Zeitpläne sind nicht da um ihn unbedingt einzuhalten, sondern seine Ziele zu verwirklichen

  • Planen sie auf selbstentwickelten Formularen. So geht Ihnen nichts verloren und sie haben einen ständigen Überblick

  • Übertragen sie alle unerledigten Aufgaben auf den nächsten Periodenplan

  • Legen sie Prioritäten fest und planen sie Delegationsmöglichkeiten ein

  • Fixieren sie Zeitvorgaben und Endtermine. Vermeiden Sie Verzögerungen

  • Planen sie auch die Erledigung Ihrer Routine und Detailaufgaben.

Notwendigkeit der Prioritätensetzung

Durch Aufstellung einer Rangreihe Ihrer Aufgaben stellen Sie sicher, dass Sie

  • Zunächst nur an wichtigen und notwenigen Aufgaben arbeiten

  • Die Aufgaben in der festgelegten Zeit konzentrierter erledigen

  • Die gesetzten Ziele unter gegebenen Umständen noch am besten erreichen

  • Alle Aufgaben ausschalten, die von anderen durchgeführt werden können

  • Am Ende der Planungsperiode z.B. des Arbeitstages zumindest die wichtigsten Dinge erledigt haben

Prioritäten durch die ABC- Analyse

  1. Aufgaben am = unerlässlich, dringende Aufgaben, die den größten Erfolg erzielen

  2. Aufgaben am = Aufgaben die zwar wichtig, aber weniger dringlich sind

  3. Aufgaben am = weiniger wichtige Aufgaben, mit denen nur noch ein kleiner Betrag gewonnen wird ( Routineaufgaben, Papierkram, telefonieren…)

Ein Praxis-Tipp zur konkreten Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit in der Kita wird euch hier von Stefanie vorgestellt

Zur Öffentlichkeitsarbeit möchte ich euch kurz unsere Umsetzungen beschreiben.

  1. In unserer Konzeption sind die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen erwähnt. Dazu haben wir ein Bild unsere Kita in der Mitte. Von dort aus gehen strahlenförmig die Institionsnamen um das Bild herum.
  2. Bei uns gibt es ein Amtsblatt. Dies bekommen alle Einwohner in unserem Einzugsgebiet kostenlos. Hierzu schreiben wir möglichst oft Artikel (Von Veranstaltungen, Spenden, wenn wir eine neue Rutsche bekamen…) Immer mit Bild. Natürlich auf Datenschutz achten.

  3. Wir haben in unserem Rathaus eine kleine Ecke, wo wir z.B. eine Collage aufhängen können oder gebasteltes der Kinder ausstellen können. Im Rathaus liegen auch Flyer der Kita aus.

  4. Wir gehen zu Runden Geburtstagen, oder goldenen Hochzeiten in der Ortschaft singen oder treten zu Veranstaltungen mit einem Programm auf oder haben einen kleinen Basar zum Weihnachtsmarkt.

  5. Wir sind dabei unsere Homepage auf den aktuellsten Stand zu halten und bemühen uns um eine Facebookseite.

  6. Wir ermöglichen es Eltern, einen kleinen Flohmarkt bei uns in der Kita zu veranstalten. Die Standgebühr kommt unseren Kindern zu Gute.

  7. Eine Kollegin hat mal alle Höhepunkte des Kita-Jahres gefilmt und es den Kindern zum Abschied als CD geschenkt.

  8. Tag der offenen Tür

  9. In unserer Kita hängen zu jedem Bildungsbereich Fotos der Kinder aus, mit einer kurzen Beschreibung was sie dabei lernen. Sowas liest z.B. auch mal der Postzusteller oder jemand von den Fußballern, wenn sie auf den Sportraum-Schlüssel warten.

  10. Die Kinder bekommen bei uns als Willkommensgeschenk kleine Beutel mit unserem Aufdruck. Dieser dient auch oft als „Tranzportmittel“ von Wechselsachen. Zu Veranstaltungen haben wir gelegentlich eine Tombola, wo es als Trostpreis Stoffbeutel mit unserem Aufdruck oder edlere Kulis mit unserem Aufdruck gibt.

Praxis-Methoden: Stefanie hat einen kreativen Umsetzungsvorschlag, wie ihr euch im Team für ein Beobachtungsverfahren entscheiden könnt.

 

 

Ich möchte euch beschreiben, wie wir im Team gemeinsam einen einheitlichen Beobachtungsbogen gefunden haben. Der Grund hierfür war, dass wir noch kein einheitliches Beobachtungsinstrument hatten und dass wir ein Qualitätshandbuch bekommen haben.

Als erstes habe ich einen Aushang im Büro gemacht, zu welchen 3 Themen sich meine Kollegen ein Beobachtungsbogen wünschen. Hierzu hatten sie 2 Wochen Zeit. Die Themen waren:

  • Bildungsthemen/ Interessen der Kinder

  • Entwicklung der Kinder

  • Frühzeitiges Erkennen von Entwicklungsstörungen

Jeder konnte hinter dem Thema ein Strich machen. Danach habe ich mich um Beobachtungsinstrumente belesen, wo die meisten Striche waren, um den Erziehern 2 vorzustellen. Ich habe zur Dienstberatung auf den Tisch Getränke, Nascherein und Blumen gestellt (als Willkommensgefühl). Wir sind mit einem Muntermacher gestartet. Hier haben wir uns paarweise über folgende Dinge unterhalten:

  • Was Gutes bei der Herkunft passiert ist

  • Bester Duft aus den letzten 8 Wochen

  • Über was sie zuletzt herzhaft gelacht haben

  • Was sie am lustigsten aus einem Kindermund fanden

(Mit einem kleinen Glöckchen wurde das nächste Thema bekannt gegeben. )

Danach gab es ein kleines „Scrabble“ Spiel zum Thema: BEOBACHTUNGSBOGEN

Hier haben wir alles Positive und Negative dazu gesammelt.

Ich habe anhand von Plakaten 2 Bögen vorgestellt. Dazu gab es z.B. Zu verschiedenen Bildungsbereichen kleine Bilder um das ganze aufzulockern. Danach konnte jeder ein Los ziehen um zu wissen, welchen Bogen er 6 Wochen lang testen kann.

Die nächste Dienstberatung wurde wieder mit einem Muntermacher gestartet, diesmal war es eine kleine Geschichte, wo jeder einen Faden hatte und ihn immer legen musste, wie gerade vorgelesen wurde Bsp. Als Zahl acht oder als Schlange. Hier ist gleichzeitig eine Anregung gegeben um es ggf. mal mit den Hortkindern durchzuführen.

Im Anschluss wurde sich über pro & contra zu den Beobachtungsbögen ausgetauscht. Geeinigt haben wir uns, indem jeder einen Klebepunkt bekam und ihn auf das Plakat kleben konnte. Der Beobachtungsbogen mit den meisten Punkten wurde dann gewählt.

Hol dir frische Kita-Impulse!

Die Kita-Impulse sind eine Mischung aus Tipps, aktuellen Ankündigungen und multimedialen Inhalten für Kita-Fachkräfte. 

Als Dankeschön für deine Anmeldung bekommst du die Reflexionskarten für spannende Teamsitzungen zum Ausdrucken

Trag´dich für die Kita-Impulse ein:)

Ja, ich möchte jetzt direkt den ersten Kita-Impuls bekommen.

Marketing von

Du hast dich erfolgreich eingetragen!