Toxic Leadership, Neurokommunikation und Führung. Wo ist der Zusammenhang? Mit Dr. Malloy als Interviewgast sprechen wir über das Thema weibliche Führung und was deren Vorteile und Herausforderungen sind.

Wer ist Dr. Robin J. Malloy?

Doktor Robin Malloy ist Erwachsenenpädagoge und als Sprecher dafür bekannt, interdisziplinäres Wissen aus neurowissenschaftlicher Forschung ganzheitlich zu vermitteln und sein Publikum regelrecht zu begeistern. In Vorträgen behandelt er insbesondere die Themen Führung, Gesundheit, Bildung und Erziehung sowie Demografie und Kommunikation. Viele Jahre war Doktor Malloy als Polizeibeamter tätig, wo ihn insbesondere das Thema psychische Belastung am Arbeitsplatz bewegt hat. Er promovierte an der TU Kaiserslautern in den Themen Neuropsychologie, Emotions- und Stressforschung sowie der Führungslehre.

Das neue Verständnis von Führung

Die Wissenschaft hat in den letzten 10 bis 30 Jahren einige Paradigmenwechsel vollzogen. Eines der wichtigsten Paradigmenwechsel war, dass wir aufhören, in Sparten zu denken. Wir haben die Trennung zwischen den Geisteswissenschaften auf der einen Seite, die Naturwissenschaft auf der anderen Seite endlich überwunden.

Der Mensch stellt mit Haut und Haaren, mit dem ganzen Leib, mit seinen Emotionen, mit Kognition eine einzigartige Persönlichkeit dar. Neu dabei ist, dass verschiedene Aspekte der Führung, die sonst immer sehr, sehr getrennt voneinander betrachtet wurden, wie zum Beispiel die philosophischen und die psychologischen Aspekte der Führung jetzt in Verbindung gebracht werden mit der Gesundheit und der Körperlichkeit.

Was ist Toxic Leadership?

Wir wissen inzwischen, dass jede psychische Erkrankung Schizophrenie, Angststörungen, Depressionen, Phobien und sonstige traumatische Belastungsstörungen immer mit bestimmten Dysfunktionalitäten im Körper einhergehen. Das heißt, bestimmte Stoffe werden vermehrt ausgeschüttet, andere Stoffe werden zu wenig ausgeschüttet und diese Disbalancen führen dann am Ende zu dem, was wir als Phänotyp (Der Phänotyp oder das Erscheinungsbild ist in der Genetik die Menge aller Merkmale eines Organismus.) bezeichnen. Diese Merkmale können dann Niedergeschlagenheit, Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit und ähnliche Dinge sein. Das heißt, es gibt immer eine Wechselwirkung zwischen dem Gefühl und dem Körper und auch unser Körper steht beständig in einer Wechselwirkung mit der uns umgebenden Umwelt.

Es fließen viele Reize auf uns zu. Diese werden über die Sinnesorgane ins Gehirn gesteuert. Und dort lösen sie dann eine Vielzahl von biochemischen Prozessen aus, die dann wiederum unser Denken, Fühlen und Handeln prägen. Wenn es sehr gut läuft, dann schütten wir solche Stoffe wie das Dopamin aus. Dopamin motiviert und stärkt uns und schenkt uns Freude. Es ist auch als Glückshormon bekannt. Ebenso wird Serotonin ausgeschüttet.  Es ist ein Hormon, was uns leistungsfähig sein lässt und die Gedächtnisleistung fördert. Auch das Kuschel-Hormon Oxytocin, welches unsere Bindungsfähigkeit stärkt kommt zum Einsatz.

Wenn es aber nicht so gut läuft, dann schütten wir Botenstoffe aus, die wir eigentlich nur dann ausschütten, wenn wir extremen Bedrohungen ausgesetzt sind. In solchen Situationen werden extrem stark wirksame Stoffe wie das Cortisol ausgeschüttet, die uns kurzfristig zum Wegrennen oder Kämpfen befähigen. Auf Dauer bewirkt Cortisol aber das Gegenteil. Es wirkt dann zerstörerisch und raubt uns nicht nur die Gesundheit, sondern kann uns am Ende sogar auch unser Leben rauben.

Schnittstelle zur heutigen Führung

Im den letzten 30 bis 40 Jahren wurde die Psychologie der Führung- und Kommunikationstheorie häufig sehr belächelt, weil sie als spekulativ angesehen wurde und weil sie als weiche Faktoren, als sogenannte Soft Skills bezeichnet wurden. So wurde sie nie wirklich ernst genommen. Heute dagegen hat man erkannt, dass sie keine weichen, sondern harte Faktoren sind. Denn die Kommunikation an sich beeinflusst die Ausschüttung von Botenstoffen in uns.

Die Wechselwirkung, der in uns befindlichen biochemischen Reaktionsmechanismen und den physiologischen Prozessen kann die Gesundheit positiv beeinflussen und diese (leistungs-)fördern oder aber das Gegenteil davon verursachen und zwar krankmachende biochemische Prozesse im Körper auslösen. Und da kommen wir zum toxischen Leadership. Diese negativen Wechselwirkungen finden auch am Arbeitsplatz in der Mitarbeiterführung statt.

Gehirn – das soziale Organ

Welche äußeren Reize können sowohl für die positive Ausschüttung als auch für die negative Ausschüttung als extrem bedeutsam festgestellt werden? Für die Betrachtung wurden die klassischen Faktoren wie Hitze, Lärm und andere physikalische Belastungen herangezogen. Welche Belastungsfaktoren kommen in einem Raum auf mich zu. Dabei hat man dann mit Erstaunen festgestellt, dass kein Reiz sich auf die Biochemie insbesondere die des Gehirns so auswirkte, wie der sogenannte psychosoziale (zwischenmenschliche Kontakte und Erlebnisse) Kontext. Unser Gehirn ist DAS soziale Organ schlechthin. Mit unserem Gehirn nehmen wir super sensibel wahr, wenn Geringschätzung oder Wertschätzung, Geborgenheit, Vertrauen, Lästereien, eine schlechte Feedback- und Fehlerkultur vorherrscht.

Was hat das alles mit weiblicher Führung zu tun?

Wenn du neugierig geworden bist und mehr über dieses wahnsinnig spannende Thema erfahren möchtest, dann hör gern in meine neue Podcast-Episode rein.

Ich freue mich auf dich!

Deine Tanja

Shownotes (027):

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